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Hallo,
nun finde ich endlich Zeit, auch die letzten Fragen bzw. Anmerkungen zu kommentieren. Mein nächstes Buch "Spiel der Teufel" ist beim Verlag und ab 12. April in den Buchhandlungen :-)
Zu Georg Plassmann: Tja, um aber zu wissen, wie die Reihenfolge der bisher veröffentlichten Romane ist, lohnt sich ein Blick auf meine Homepage www.andreas-franz.org, wo unter "News" oder "Romane" die chronologische Folge aufgelistet ist. "Das Syndikat der Spinne" ist der fünfte Julia-Durant-Roman, angefangen hat alles mit "Jung, blond, tot".
Zu Paula Quant, die fragt, ob meine Bücher schon in der Filmmache sind: Kommt Zeit, kommt Film. Einfach abwarten. Wiebke schreibt dazu, sie hofft, dass die Verfilmungen nicht so schrecklich werden wie die Wallanderfolgen. Ich kenne zwei verschiedene Reihen, die erste hat mir überhaupt nicht gefallen, alles in so furchtbar düsteren Farben und wenig Spannung, die zweite Reihe, die, soweit ich weiß, zwischen 2004 und 2006 gedreht wurde, u.a. mit der leider viel zu früh verstorbenen Johanna Sällström, hat durchaus einige sehr gute Folgen hervorgebracht. Ist aber nur meine Meinung.
Conny aus Karlsruhe fragt mich nach einem literarischen Geschenktipp für Weihnachten. Oh, da hätte ich eine ganze Reihe. Zum Beispiel "Der Schatten des Windes" von Carlos Ruiz Zafon, "Lipshitz" von T. Cooper oder "Geschichte einer ungeheuerlichen Liebe" von Carl-Johan Vallgren. Für mich alles super Bücher, wenn auch schon etwas älter.
Irina Bethge möchte wissen, ob ich mit "Spiel der Teufel" auf Lesereise gehe. Ganz sicher sogar, und zwar ab Mai 08. Die Termine werden demnächst auf meiner Homepage bekanntgegeben. Auch die aus gesundheitlichen Gründen abgesagten Termine werden ab Mitte Januar nachgeholt.
Ludger Neumann gehört zu jener ungeduldigen Sorte Mensch, der auch ich angehöre und fragt, was die Leser bei "Spiel der Teufel" erwartet. Nun, da es mittlerweile sogar schon auf der HP von Droemer-Knaur steht und auch in diversen Onlineshops, hier eine kurze Beschreibung: Ein Polizist und guter Freund von Sören Henning und Lisa Santos begeht Selbstmord, wobei sich aber sehr schnell herausstellt, dass es keiner war. Die Suche nach dem Täter erweist sich als äußerst schwierig, aber die Henning und Santos kommen in Kontakt mit einer Frau, die brisante Informationen über Menschen- und speziell Organhandel hat. Und dabei erzählt sie, dass der ermordete Polizist genau in diesem Bereich verdeckt ermittelt hat. So, das muss reichen, ich werde wirklich nicht mehr verraten, nur noch so viel, dieser Roman beruht nach intensivster Recherche leider auf einer sehr düsteren Realität, die jedoch in den Medien kaum Beachtung findet. Ach ja, bevor ich´s vergesse, natürlich weiß ich, wie ich den Roman abschließen werde, da er bereits abgeschlossen ist :-)
Benny aus Wunsiedel (nicht weit von Helmbrechts, wo ich meine Kindheit und frühe Jugend verbracht habe) fragt, warum so viele Leute Krimis lesen. Ich finde das toll, von mir aus brauchen die Leute gar nichts anderes mehr zu lesen; kleiner Scherz, der hoffentlich verstanden wurde. Um es mal mit einem Anglizismus auszudrücken - Sex and Crime sind seit Menschengedenken die am meisten verwendeten Motive in der Literatur. Ob bereits in der Bibel oder den Werken von Shakespeare oder Goethe bis zu ... Andreas Franz. Verbrechen und Gewalt gehören - leider - zum Leben, sehr viele werden Opfer, aber auch sehr viele zu Tätern. Die Bandbreite ist unermesslich groß, es geht von der häuslichen Gewalt bis hin zu Serienmördern oder dem organisierten Verbrechen, das mittlerweile wie ein dichtes Netzwerk global operiert. Und auch innerhalb des organisierten Verbrechens werden ständig neue "Wirtschaftszweige" aufgemacht, wie z.B. Organhandel, Thema in "Spiel der Teufel". Ich glaube, dass der Reiz nicht in einem Urinstinkt liegt, schon eher in Sensationslust, man siehe nur die Gaffer auf der Autobahn, wenn ein Unfall passiert ist. Ich möchte aber nicht die Sensationslust befriedigen, sondern harte Fakten aufzeigen, menschliche Abgründe, Fehlverhalten, warum begeht jemandn einen Mord. Nicht die Tat ist vordergründig, sondern das Motiv. Die Psychologie des Mörders oder der Täter interessiert mich, was treibt jemanden an - Hass, Neid, Gier, ein nicht steuerbarer Trieb ...
Ein Gast hat darauf geantwortet, dass man sich das Grauen in der Welt anschaut, einen Nervenkitzel bekommt, aber bei abgeschlossener Haustür in der wohltemperierten Wohnung bleibt. Dem stimme ich zu, wir alle wollen doch hin und wieder den Grusel oder das Grauen. Okay, ich schreibe darüber und befriedige jene, die nur den Kitzel suchen, aber auch jene, die zwischen den Zeilen lesen können. Tun Sie das bei "Spiel der Teufel" (wow, jetzt mach ich aber Werbung, was? :-))
So, das war´s, ich wünsche allen einen guten und harmonischen Jahresausklang, ein vor allem friedliches Weihnachtsfest und Gesundheit. Und wenn Sie nicht wissen, was Sie schenken sollen, ich hätte da einen Tipp, es gibt da einen deutschen Krimiautor aus Hattersheim ... Alles, alles Liebe und Gute und vielleicht treffen wir uns ja mal bei einer Lesung.
Ihr Andreas Franz
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